Trachycarpus ukhrulensis – die Manipur-Hanfpalme
Aus dem Grenzgebiet von Manipur und Myanmar entdeckt, auf fast 2.000 Metern Höhe nahe der tibetischen Grenze. Mit silbrigen Blattunterseiten ähnlich T. princeps aber möglicherweise anpassungsfähiger in der Kultivierung.
Entdeckung und Herkunft
Trachycarpus ukhrulensis ist eine der jüngsten Entdeckungen innerhalb der Gattung. Sie wurde aus dem Ukhrul-Distrikt im nordostindischen Bundesstaat Manipur beschrieben, in einem Gebiet nahe der Grenze zu Myanmar auf Höhen um 2.000 Meter. Das ist eine Region die bis heute relativ wenig botanisch erforscht ist was erklärt warum die Art erst so spät für die Wissenschaft dokumentiert wurde.
Die Umgebung ist bezeichnend: Bergwälder in Höhe des Himalaya-Ausläufers, nahe Gletscherseen und mit Blick auf schneebedeckte Gipfel. Die Winter sind dort kalt und schneereich, die Sommer relativ kurz und feucht. Genau diese Bedingungen formen die Frostresistenz der Art.
Was die Entdeckung besonders machte: die Blattunterseiten. Ähnlich wie bei T. princeps sind sie mit einer weißen Wachsschicht bedeckt die der Pflanze eine silbrige Anmutung verleiht. Ob das eine konvergente Anpassung ist oder ob T. ukhrulensis und T. princeps phylogenetisch nah verwandt sind wird noch erforscht.
Unterschied zu T. princeps
Wer T. ukhrulensis mit T. princeps vergleicht sieht sofort die Ähnlichkeit der silbrigen Blattunterseiten. Der Unterschied liegt vor allem im Naturstandort: T. princeps wächst auf Kalkfels in einer engen Schlucht mit extrem spezifischen Bedingungen, T. ukhrulensis dagegen in Bergwäldern mit humusreichem Boden was sie möglicherweise anpassungsfähiger in normalen Gartenböden macht.
Die Kenntnisse über das Kultivierungsverhalten von T. ukhrulensis sind noch begrenzt da nur wenige Pflanzen außerhalb des Naturstandorts kultiviert werden. Einige frühe Berichte aus europäischen Sammlungen deuten darauf hin dass sie etwas toleranter gegenüber feuchten Bedingungen ist als T. princeps – was für die europäische Kultivierung ein Vorteil wäre.
Kultivierung
Da T. ukhrulensis in Kultivierung noch so selten ist basieren Empfehlungen teils auf Analogieschlüssen zur Biologie des Naturstandorts und teils auf den wenigen existierenden Erfahrungsberichten. Grundsätzlich empfehlen sich gute aber nicht extreme Drainage ähnlich wie bei T. fortunei, ein halbschattiger bis sonniger Standort und Schutz vor extremer Winternässe.
Als Kübelpflanze kann man sie unter kontrollierten Bedingungen kultivieren was angesichts ihrer Seltenheit eine sinnvolle Option ist. Die Kultivierung in der Erde ist für Enthusiasten in Gunstlagen interessant aber sollte mit ausreichend Winterschutz begleitet werden.
Einen Vergleich verschiedener Trachycarpus-Arten findest du in der Palmenarten-Übersicht. Wer sich für die silbrig-weißen Blattunterseiten interessiert sollte auch T. princeps in Betracht ziehen.
Verfügbarkeit
T. ukhrulensis ist extrem selten im Handel. Samen tauchen gelegentlich in botanischen Netzwerken auf wenn Forschungsexpeditionen Saatgut gesammelt haben. Wer diese Art kultivieren möchte sollte sich mit internationalen Palmennetzwerken und botanischen Gärten vernetzen. Wir führen T. ukhrulensis in unserem Shop wenn wir Samen bekommen – eine Vormerkliste lohnt sich.
Für Sammler die das Seltenste suchen
T. ukhrulensis ist aktuell kaum im Handel. Trag dich in unsere Vormerkliste ein und wir informieren dich wenn Samen oder Pflanzen verfügbar werden. Im Shop findest du in der Zwischenzeit die verfügbaren Arten und Zubehör für anspruchsvolle Kultivierung.
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