Herkunft und Erscheinungsbild
Butia odorata ist eine Fiederpalme aus den Grasländern und Savannenwäldern Südbrasiliens, Uruguays und Nordargentiniens. Ihre Heimat ist charakterisiert durch heiße trockene Sommer, milde Winter und gelegentlichen Frost. Das erklärt ihre Trockenheitstoleranz und ihre moderate Winterhärte.
Ihr markantestes Merkmal sind die bogenförmig herabhängenden silber-graugrünen Fiederblätter die der Pflanze eine elegante Silhouette geben die sich von Fächerpalmen wie T. fortunei deutlich unterscheidet. Der robuste Stamm mit seinen charakteristischen rautenförmigen Blattnarben ist ein weiteres Erkennungsmerkmal.
Die essbaren Früchte
B. odorata trägt im Sommer orange-gelbe Früchte in großen Trauben die essbar sind und ein süßlich-saures, mango-ähnliches Aroma haben. In Südamerika werden daraus Gelee, Saft und Likör hergestellt – daher der Name Geleepalme. In deutschen Gärten reifen die Früchte an heißen Sommern und sind eine besondere Attraktion.
Für eine Fruchtbildung braucht die Pflanze ausreichend Sommerwärme. In kühlen Sommern bleiben die Früchte unreif oder werden gar nicht erst angelegt.
Winterhärte und Kultivierung
B. odorata ist bis etwa −10 °C winterhart wenn sie gut etabliert und abgehärtet ist. Das macht den Freilandanbau in Deutschland auf Zone 8a und wärmer beschränkt – Bodenseeraum, Oberrheintiefebene und sehr geschützte Stadtlagen. In Zone 7b ist intensiver Winterschutz nötig und das Risiko bleibt hoch.
Als Kübelpflanze ist sie deutlich unkomplizierter: im Winter in ein kühles, helles Winterquartier bei 2–8 °C. Dort braucht sie kaum Wasser aber ausreichend Licht damit die Blätter nicht vergeilen.
Standort und Pflanzung
Vollsonnige, heiße Lagen sind ideal. An einer Südwand oder an einem heißen Kiesstandort zeigt B. odorata ihr Bestes. Wichtig: sehr gute Drainage. Diese Palme verträgt keine feuchten Böden im Winter – das ist neben dem Frost das größte Risiko.
Im Freiland an einem guten Standort in Zone 8 produziert sie jedes Jahr neue Blätter und kann nach 10 bis 15 Jahren eine echte Gartenzierde werden. Die eleganten hängenden Fiederblätter sehen anders aus als alle Fächerpalmen und machen in der Kombination eine besondere Wirkung.